ELSA Winner 2000 AVI/3D (S3 ViRGE/VX), 4MB VRAM, PCI

Die  VX-Version ist sozusagen die Office-Variante für gehobene Ansprüche, während der normale ViRGE eher auf den „0815“ Konsumenten ausgerichtet war. Der ViRGE/VX ist der einzige ViRGE-Prozessor auf PCI-Karten, der über ein BGA (Ball Grid Array) mit der Platine verbunden wird (statt PGA (Pin Grid Array) bei den anderen ViRGEs, Trios und Visions), daher ist die Karte auch optisch auf den ersten Blick von anderen ViRGE-Karten unterscheidbar. Gegenüber dem normalen ViRGE wurde beim /VX die Geschwindigkeit des RAMDACS von 135MHz auf 220MHz gesteigert, wodurch bei hohen Auflösungen traumhaft hohe Refreshrates erreicht werden können. Durch die andere Ansteuerungslogik von VRAM im Vergleich zu herkömmlichen DRAM, der im gleichen Zyklus zum Speicherzugriff auch einen GPU-Zugriff erlaubt, ist eine theoretisch mehr als 25% bessere (Speicher-)Performance möglich. Leider funktionierte das Konzept von S3 damals nicht so gut, so dass die Virge/VX in der 3D Leistung sogar 10% hinter der normalen Virge lag, denn wahrscheinlich musste man den guten VRAM mit langsameren Timings ansprechen als erwünscht. Aber wir Retro-Fans wissen: Eine ViRGE ist selbst für die einfachsten damaligen 3D Szenen fast immer zu langsam, daher beschränkt sich der Vorteil einer Virge/VX vor allem auf die besseren Refreshrates am Röhrenmonitor – für DOS hat die Karte  trotzdem genug Dampf und stellt durch VBE 2.0 BIOS auch ausreichend Grafikmodi bereit.

3 Gedanken zu „ELSA Winner 2000 AVI/3D (S3 ViRGE/VX), 4MB VRAM, PCI

  • 7. Oktober 2014 um 11:29
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    hallo,
    ich benötige für ein (ur)altes CAD-System die Karte Winner 2000 AVI (nicht office!) oder Winner 3000.
    Wer kann mir helfen?

    Antwort
    • 11. Oktober 2014 um 14:19
      Permalink

      Hallo,
      ich hätte eine Winner 2000 AVI/3D übrig, wie hier gezeigt, allerdings mit 2MB VRAM – Bitte schauen Sie auf Ihr Board, ob dieses tatsächlich den Suffix „3D“ trägt. Falls nicht, sollte es sich um eine Karte mit S3 Vision 968 Chip handeln. Bei Anfragen bitte Kontakt per E-Mail aufnehmen, die Kommentarfunktion dieser Website dient nur den Austausch über Hardware.

      Viele Grüße
      Fabian

      Antwort
  • 7. Januar 2014 um 00:52
    Permalink

    Ahoi!

    Du hast da einen Fehler im Text: „(statt PGA (Pin Grid Array) bei den anderen ViRGEs, Trios und Visions)“ – richtig wäre „(statt QFP (Quad Flat Package) bei den anderen ViRGEs, Trios und Visions)“

    QFP ist einfach daran zu erkennen, das an allen vier Seiten des Chips Pins abgehen und der Chip ein SMD-Bauteil (Surface Mounted Device) ist, die Pins also die Platine nicht durchstechen. Verlötete PGAs durchstechen hingegen mit ihren Pins im Gegensatz zu QFP und BGA die Platine.

    Viele Grüße
    soggi

    Antwort

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