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Zida 4DPS Ver 2.11 Tomatoboard (SiS 496/497) 486 PCI Motherboard

Ein sehr spätes 486er Board von 1996, hergestellt als Budgetkonkurrenz zum Pentium, vertrieben meist mit Cyrix oder AMD 5×86 CPU. Das Zida 4DPS Motherboard zeichnet sich vor allem durch seine extrem kompakten Abmessungen aus. Die Geschwindigkeit des SIS 496/497 Chipsets erreicht das High-End Niveau des UMC8881/8886 und ist damit für 486er typische Anwendungen und Spiele mehr als geeignet.

Featuretechnisch braucht es sich nicht zu verstecken, im Gegenteil: Es gibt 2x IDE-Ports und Multi I/O onboard, auch einen Header für eine PS/2 -Maus bringt das Multitalent mit. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn man z.B. eine moderne, optische Maus anschließen möchte, denn dieses Vorhaben scheitert mit den COM zu PS/2 Adaptern. RAM nimmt das 4DPS in Form von FPM (Fast Page Mode) PS/2 Modulen auf. Das ZIDA 4DPS ist übrigens das kleinste mir bekannte 486er Board.

Mit dem finalen BIOS der Version 4.00A aus dem Jahre 1998 werden sogar 40GB Festplatten unterstützt und ist Y2K compliant- so hat der Retrofan bei der Wahl seiner Festplatte eine wesentlich größere Auswahl.

Insgesamt ist das 4DPS ein typischer Vertreter für hochintegrierte Motherboards , die das gleiche Konzept aufgreifen, das schon von den späten 386er-Boards bekannt ist: So viel wie möglich auf so wenig Platz wie nötig unterbringen. Bei Retrofreunden und Sammlern ist das „Tomatoboard“ wegen seiner Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit, Vielseitigkeit (PS/2) und Zickigkeit (die Revision 1 war sehr wählerisch, was den verwendeten Speicher betrifft) längst Kult und ein begehrtes Sammlerobjekt, das von Jahr zu Jahr seltener wird.

3 Kommentare zu Zida 4DPS Ver 2.11 Tomatoboard (SiS 496/497) 486 PCI Motherboard

  • Hermann

    Hab diese in einem Photoplay-Automaten verbaut, leider saugt sie nach ca. ’nur einem Tag‘ die Bios-Batterie leer. Jemand eine Vermutung wo der Fehler zu finden sein kann? Danke

  • Martin K.

    Super Board, hatte ich jetzt auch für gut 6 Jahre eingelagert und mit einem AMD 5×86 wieder zum Leben erweckt. Zum Glück – wirklich zum Glück! – hat es einen PS/2-Mausanschluss, bei dem auch die Pinouts auf dem Mainboard im Manual dokumentiert sind – ganz im Gegensatz zu COM/LPT – die sind mangels Originalkabel nicht mehr nutzbar 🙁

    Von daher meine Frage, liegt ggf. eine weiterführende Dokumentation oder ggf. die originalen Seriellen/Parallel-Anschlusskabel vor?

    • Martin K.

      War natürlich für mindestens 16 Jahre eingelagert 😉

      Ist jetzt im Einsatz mit 16MB RAM, Miro S3 M64 und Aztec-Soundkarte – 1996 hätte ich mir so einen Rechner gewünscht 🙂

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