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Diamond Monster Sound Wavetable Card 2MB (AdMos QDSP) aka AdWave32

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Die Monster Sound Wavetable Card mit 2MB ist das Standardmodul der PCI Soundkarte Diamond Monster Sound, einer sehr interessanten Windows-Only Soundkarte des bekannten US-Herstellers. Zunächst wurde die Soundkarte mit einem Modul mit einem nur 0.5MB umfassenden GM-Soundset ausgeliefert, aufgrund verheerenden Bewertungen schob man dann schnell das hier gezeigte Modul mit der vierfachen ROM-Größe nach. Das AdMos QDSP Wavetablesynthesizer beherrscht weder Reverb- noch Choruseffekte, jedoch lässt das Klangbild die Vermutung zu, dass die Samples teilweise bereits mit voraufgenommenen Reverb ins ROM gebrannt wurden.

Für 2MB geht die Soundqualität in Ordnung. Nicht mehr, und nicht weniger. Ich würde es insgesamt als mittelklassig einstufen. Den Samples fehlt es etwas an Klarheit und Klangtreue, aber es trällert alles recht harmonisch vor sich hin. Mir gefällt der Klang insgesamt deutlich besser als der ab Windows 98 standardmäßig mitgelieferte Microsoft GS Wavetable SW Synth, der immerhin auf ein von Roland lizensiertes 3MB Soundset zurückgreift, aber – pardon – „furztrocken“ klingt.

Das Modul reagiert leider auf keine via Winamp gesendete Sysex-Kommandos zur Reduktion der Masterlautstärke, weshalb in den nun folgenden Originalaufzeichnungen die beiden Tracks von Descent wegen starken Clippings fehlen.

Miditemp DS-48 Cleanwave 32 (dream SAM9733) Wavetable Daughterboard, 4MB

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Das DS-48 von Miditemp ist eines der ganz wenigen Daughterboards, das mit dreams hauseigenen Soundfont, dem Cleanwave, ausgestattet ist. Das kleine Modul bietet die komplette General Midi Instrumentalisierung  und auch Rolands GS Erweiterung in einem 4MB großen ROM (Cleanwave 32 = 32MBit = 4MB). Herzstück des Moduls ist der hochintegrierte Synthesizer SAM9733 von dream, der auch einen programmierbaren Effektteil für Reverb und Chorus mit an Board hat. Miditemp ist ein Hersteller von Musikerequipement, die 1999 auf den Markt gebrachte Karte richtete sich also zu keinem Zeitpunkt an Computerspieler, was natürlich niemanden davon abhalten sollte, die Karte nicht auf eine WaveBlaster-kompatible Soundkarte zu stecken und mit DOS-Spielen zu füttern.

Die Qualität der Samples ist gut, die Soundcharakteristik würde ich als sehr ausgewogen bezeichnen. Das dargebotene Klangerlebnis ist grundsolide, allerdings fehlt dem Modul eigener Klangcharakter, durch den es in der Lage wäre, sich deutlich von den Referenzmodulen von Roland und Yamaha abzuheben.
Die überwiegend guten,klaren und druckvollen Perkussionsinstrumente und auch die elektrischen Saiteninstrumente (z.B. der Bass) machen in rockigen Musikstücken viel Spaß. Auch die meisten Streicher sind sehr guter Durchschnitt, teils aber ein wenig zu leise. Den (Blech-)Bläsern fehlt es in höheren Oktaven teilweise an Authentizität, die Holzbläser klingen besser.

Ich stufe das Modul und damit den Cleanwave Soundfont als insgesamt gut ein, die Samplequalität und Abmischung der Samples weisen eindeutig Oberklassequalität aus. Wer schon ein Roland- oder Yamahamodul sein Eigen nennt, findet mit dem Miditemp DS-48 wenig Abwechslung.

Anstatt der sonst 21 Aufnahmen gibt es vom Miditemp nur derer 19, da bei Descent durch ein zu starkes Volumen Clippinggeräusche auftraten, die sich durch die Abspielsoftware (Winamp) per Sysex-Befehl (Master Volume) leider nicht eleminieren ließen. Da das Modul von Haus aus recht laut ist, wurden die sonstigen Tracks mit einem Volumen von 80 von 127 aufgezeichnet. Fairerweise muss man dazu sagen, dass der Descent (2) Soundtrack für Roland-Module komponiert wurde und fast nur auf Roland-Modulen ohne Clippinggeräuschen läuft. Das bedeutet, dass man auch mit Modulen anderer Hersteller wie Yamaha, Korg und dream Clippinggeräusche „genießen“ darf.

Terratec Wave XTable (dream SAM9708) Wavetable Daughterboard, 16MB

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Das Terratec Wave XTable aus der Reihe „Terratec Producer“ ist ein erst 2005 eingeführtes Wavetabledaughterboard für den (Semi-)Profimarkt, dessen reine Randdaten für Daughterboardverhältnisse schon imposant sind: Insgesamt 492 verschiedene Sounds, 11 Drumkits und 1 SFX Kit im satten 16MB großen ROM, 128 stimmige Polyphonie (Roland Module haben 24/32 stimmige Polyphonie!), soundkompatibel zu GM, GS und XG und GM2. . Aufbereitet wird das Ganze vom SAM9708 Prozessor des französischen Synthesizerspezialisten dream, der natürlich auch einen Effektteil für Reverb- Chorus- und weitere Effekte bietet.

Für den DOS Spieler ist jedoch nur von Belang, wie sich das Daughterboard mit der General Midi Instrumentalisierung schlägt, denn die anderen Standards bzw. Erweiterungen GS, XG oder gar GM2 spielen unter DOS keine Rolle. Bedenkt man, dass die Roland GS-kompatiblen bzw. die Yamaha XG-kompatiblen Module für fast die gleiche Anzahl an verschiedenen Sounds mit 4MB nur ein Viertel des Speicherplatzes zur Verfügung hatten, darf man getrost davon ausgehen, dass die Qualität der Samples entsprechend besser ist als bei den alterwürdigen Modulen, deren Sampleaufzeichnung in der ersten Hälfte der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts stattfand.

Das Resultat fällt jedoch sehr durchwachsen aus. Grandiosen Samples (Drums, einige Streichergruppen, manche Blasinstrumente) stehen quietschende, synthetisch und zerbrechlich klingende Samples (einige Bläser und Streicher) gegenüber. Doch damit nicht genug: Schlimmer als die teils ungleiche Samplequalität ist die extreme Dysbalance der Lautstärke einiger Samples zueinander. Manche Trommeln sind so laut, dass sie andere Instrumente einfach übertönen und so dem gespielten Musikstück zu einer ungewollt neuen Interpretation verhelfen (Track 12). Dafür sind einige Blasinstrumente und Streicher wiederum so leise oder zerbrechlich, als wurden sie nicht von einem Menschen, sondern maximal von einem Nagetier in Wombatgröße eingespielt (z.B. die eindimensional klingende „Trompete“ in Track 15).
Zwar bleibt das Terratec Wave XTable trotz der Schwächen ein Modul der Oberklasse, aber die Summe der Patzer deklassiert das Board, das ohne Zweifel Potential hat, zu einem Spezialistenmodul für Leute, die so viele Module in der Sammlung haben, dass sie sich das XTable nur für bestimmte Spiele aus der Schublade rausholen, in der es nicht zuletzt aufgrund der weitaus ausgewogener klingenden Alternativen wohl die meiste Zeit verbringen dürfte.

Ich persönlich mag den Hang des Moduls zu sehr opulenten Trommeln in vielen Warcraft (2) und Siedler (II) Stücken recht gern, für Spiele der Star Wars Reihe sind mir jedoch die Bläser einfach zu schwachbrüstig und flach.

Natürlich gibt es auch von diesem Modul 21 Originalaufzeichnungen zum Anhören – Viel Spaß dabei!

Media Vision Pro Wave (KORG AI2) Wavetable Daughterboard, 4MB

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Neben Roland und Yamaha ist KORG der dritte große Synthesizerhersteller aus Fernost. Das hier vorgestellte Wavetable Daughterboard brachte der Soundkartenhersteller MediaVision erst als Wavetable-Upgrade und später auch für die eigenen Pro 3-D Soundkarten heraus. Herzstück der Platine ist ein ausgereifter und lang etablierter KORG Synthesizer, der auf der 1991 eingeführten „AI2 Engine“ beruht und mit dem „MediaVision Pro Wave“ nun erstmals auf einem internen Daughterboard Verwendung gefunden hat.
Der Synthesizer beherrscht die gängigen Effekte wie Reverb und Chorus und kann auf einen 4MB großen Soundfont zurückgreifen, der die komplette General Midi Instrumentalisierung enthält.

Gleich beim ersten Anhören fällt auf, wie ausgewogen der Effektprozessor abgestimmt ist – die Effekte harmonieren meist perfekt, egal welches Spiel man spielt. Die Qualität der Soundsamples ist überwiegend hochwertig. Vor allem Gitarrensounds klingen realistischer als bei Roland und Yamaha, aber auch Drumkits und andere Perkussionsinstrumente sind absolute Oberklasse – Das Modul ist für rockige Musik sehr gut zu gebrauchen. Wären da nicht die oft schwachen und synthetisch klingenden Blasinstrumente und die Violine, wäre das KORG Modul vielleicht auch für orchestrale Musik (wie z.B. in Star Wars Spielen) die erste Wahl. Die Klaviere klingen ordentlich aber nicht herausragend, die satten Orchesterstreicher tanzen nicht aus der Reihe und tragen dadurch harmonisch gerade auch opulente Soundtracks.

Es folgen 21 Hörbeispiele, Originalaufzeichnungen von diesem Modul:

Doom macht mit dem KORG richtig Spaß, die übersteuerte Gitarre spielt exzellent auf (Track 3, Track 19), auch der Duke rockt ab (Track 10). Die piepsende (Mäuse-) Flöte raubt Legend of Kyrandia leider einigen Charm (Track 5), während die guten Chorstimmen und die Streicher mit genau dem richtigen Maß an Reverb Heretic zu einer dichten Atmosphäre verhilft (Track 12). Auch Ultima VIII profitiert von den hochwertigen Halleffekten um die Chorstimmen herum (Track 9). Dass die einzelne Violine, die die Readme-Datei in Doom2 versüßen soll, ein wenig nach Schluckauf klingt, ist zu verschmerzen (Track 13).

Das Modul ist eines mit Ecken und Kanten, kann aber problemlos als Allround-Alternative zu Yamaha- oder Rolandmodulen hergenommen werden. Auf diesem hohen Klangniveau sind die Unterschiede letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die sehr stimmigen Effekte und Synth-Pads sind einzigartig. Leider ist das KORG im Vergleich zu Yamaha und Roland heute nur noch selten zu bekommen.

Die Produktnummer lautet: Media Vision 650-0120-04D / 650-0120-01

Creative WaveBlaster CT1900 (E-MU SoundEngine) Wavetable Daughterboard, 4MB

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Hier ist er nun, der WaveBlaster von Creative Technology. Der Soundkartenhersteller aus Singapur sah sich 1993 mit der Situation konfrontiert, dass man durch gute Produkte und noch besseres Marketing zwar ein großes Stück Kuchen des Soundkartenmarkts sichern konnte, jedoch vom längst fahrenden Midi-Zug der Konkurrenz nur noch die Rücklichter des „Roland-Express“ sah. So musste sah sich Creative gezwungen, dem Konkurrenten aus Japan, der durch die SCC-1 Soundkarte und die externen General Midi Geräte der Sound Canvas Reihe (SC-7 und SC-55) mächtig an Einfluß gewonnen hatte, etwas entgegensetzen.

So erfand Creative den WaveBlaster-Connector, eine 26-Pin Pfostenleiste, die sie auf ihrer neuen Soundkartenreihe, der „SoundBlaster 16“-Serie verbauten. Darauf konnte dann das als separates Upgrade verkaufte, zum General Midi-Standard kompatible Daughterboard, der sog. „WaveBlaster“, gesteckt werden.. Hardwareseitig war der Anschluß mit der auf der Soundkarte befindlichen MPU-401 Schnittstelle verbunden. Die Idee war genial: Um hochwertigen  Wavetablesound in Spielen genießen zu können, war ab sofort kein teures, externes Gerät mehr benötigt, eine externe Verkabelung und eine seperate Steckdose wurden ebenfalls überflüssig, auch Treiber benötigte der WaveBlaster nicht.

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Technisch basiert der WaveBlaster auf der bekannten und renommierten E-MU SoundEngine, einem sehr guten Synthesizer, bekannt aus dem E-MU Protheus. Auf dem Modul ist das gesamte General Midi Soundset in einem 4MB großen ROM gespeichert (Die 4 quadratischen Chips rechts im Bild). Die Qualität der Samples ist durchschnittlich bis sehr gut, Streicher und Bläser gehören zu den Stärken des Soundsets, Schwächen findet man vor allem bei den Synhidrums und einigen Perkussionsinstrumenten, obwohl manche Trommeln wiederum sehr hochwertig sind. Es kommt ganz darauf an, welches Spiel man spielt.  Dem Wavetablemodul wurde leider der Motorola Effektprozessor des E-MU Protheus nicht gegönnt, wohl aus Kostengründen. So beherrscht der WaveBlaster leider den wichtigen Reverb-Effekt nicht, der in Spielen für einen Nachhall sorgt und so einen weicheren bzw. flüssigen Übergang von einer gespielten Note zur anderen ermöglicht. Immerhin wird der zweite wichtige Effekt, der sog. Chorus unterstützt; dieser Effekt erzeugt mit einer leichten Verzögerung des Originaltons eine Art Duplikat der Note, leicht in der Tonhöhe versetzt. Dadurch wird ein größeres Klangvolumen erzeugt, dass bei länger gespielten Tönen für eine wesentlich vollere Wahrnehmung sorgt.

Der WaveBlaster stieß in der Fachpresse auf eine gemischte Resonanz. Zwar wurde das Konzept der einfachen Aufrüstmöglichkeit gelobt, die Qualität des Moduls wurde jedoch, gerade im Vergleich zum Roland Sound Canvas, kritisiert. So sah sich Creative auch recht bald veranlasst, einen Nachfolger zu entwickeln. Der WaveBlaster II CT1910 setzte auf den frischen EMU8000 Synthesizer, der auch den Reverb-Effekt ohne Zusatzchip beherrschte. Auch ein neues Soundset bekam der WaveBlaster II beschert. Dies ist zwar nur 2MB groß, die Instrumente sind jedoch besser aufeinander abgestimmt als beim WaveBlaster I, auch wenn einige Samples nicht so hochwertig waren wie beim Original. Später kaufe Creative die Firma EMU auf und verschmolz den Synthesizer des WaveBlaster II mit dem von 2MB auf 1MB ROM geschrumpften Soundset mit der SoundBlaster 16 Soundkarte. Das Resultat wurde SoundBlaster AWE32 getauft und klingt fast genau so wie der WaveBlaster II.

Schon kurz nach Erscheinen des WaveBlasters im Jahr 1993 und der Etablierung des neuen Pfostensteckers auf der Soundkarte sprangen alle anderen großen Hersteller auf den Zug auf: Roland, Yamaha, Korg adaptierten ihre externen Module auf ein kompatibles Wavetable Daughterboard, auch andere Hersteller wie dream, Ensoniq und Turtle Beach zogen nach. Auch produzierten viele andere Soundkartenhersteller ihre Soundkarten fortan mit einem Wavetableanschluß, der diese Module aufnehmen konnte. Beides sorgte dafür, dass der Computerspieler eine große Auswahl an guten Modulen und Karten hatte – zu einem Preis, der nur einem Bruchteil dessen eines externen Roland Moduls oder einer Roland ISA-Karte entsprach. Nicht zuletzt deshalb hat sich General Midi als Soundstandard in DOS-Spielen rasend schnell durchgesetzt. Ein Umstand, der Creative zu verdanken ist.

Trivia: Creative hat den WaveBlaster-Standard mit einer Nadel gestrickt, die leider etwas zu heiß war: Bis auf die allerersten SoundBlaster 16 Karten mit DSP Chip Version 4.05 sind mehr oder weniger alle anderen DSP Versionen fehlerhaft, was in hängenden Midinoten resultiert, sobald man in einem Spiel General Midi und Digitaleffekte gleichzeitig nutzt (was in jedem Spiel der Fall ist). Hier half nur, eine zweite Soundkarte für Digialeffekte zu nutzen oder in den entsprechenden Spielen von General Midi zu FM-Sound zurückzuschalten und den herben Qualitätsverlust bei der Musik in Kauf zu nehmen. Jedoch muss fairerweise auch gesagt werden, dass die Ausprägung des „Hanging Notes Bugs“ sehr unterschiedlich ist. Während manche Spiele mit manchen Karten schon nach wenigen Sekunden anfangen, hängende Noten zu produzieren, treten die Hänger bei anderen Karten erst nach Stunden auf – und nach jedem neuen Midi-Stück ist man die Hänger erst einmal los und die Schonfrist bis zum nächsten Hänger beginnt erneut. Fehlerfreie Karten sind z.B. die ersten SoundBlaster 16 CT1740 und CT1750 mit DSP Version 4.05. Karten, bei denen der Fehler selten auftritt sind z.B. aus der AWE32 Reihe die Modelle CT2760, CT3900, CT3980 und CT3990 (alle DSP 4.13). Bei SoundBlaster 16 Karten mit Vibra-Chip (ebenfalls DSP 4.13) tritt der Fehler meist deutlich früher auf.

Zum Schluß einige Hörbeispiele vom orignalen WaveBlaster:

Neue Wavetablerecordings auf AmoRetro.de !

Anzahl der in 2014 bereits veröffentlichten Recordings:

273

Update im Juli 2014:
Ich werde nun auch diverse Karten und Module, von denen ich bisher gar keine oder nur 11 Tracks aufgezeichnet habe, erneut bzw. erstmals aufnehmen. Das wären mehr als 300 zusätzlich aufgenommene Stücke und viele Gigabyte an Daten, die ich verarbeiten muss. Insgesamt werde ich dazu mehrere Monate benötigen. Auf jeden Fall dabei sind diese 10 interessanten Synths / Karten / Module:

  • Dream 9407 (exemplarische Recordings von der Terratec EWS64XL, diverse Soundbänke)
  • Dream 9233/8905 + Roland 4MB Tandem (exemplatische Recordings von der Terratec Maestro 32/96)
  • Dream 9233 + 1MB Soundfont (exemplarische Recordings der Terratec Maestro 16/96)
  • Yamaha OPL4 + 2MB Yamaha ROM Sounds (exemplarische Recordings einer OPL4 + 2MB ROM Karte) <<– Latest addition to the recordings section 🙂
  • Yamaha DX50XG (Neuaufnahmen der 21 Miditracks)
  • Aztech POWER WAVE Daughterboard (Neuaufnahmen der 21 Miditracks) <– Recordings are finished 🙂
  • EMU8000 (exemplarische Recordings vom SoundBlaster AWE32 CT3990, diverse Soundbänke)
  • Gravis Ultrasound Classic (Gravis GF1)
  • Gravis Ultrasound PnP (AMD Interwave)
  • Spea Media f/x (Ensoniq Soundscape Lizenzfertigung) mit Ensoniq OTTO Synth und 2MB ROM

————————————–

Liebe Freunde des gepflegten Midisounds,
es ist wieder an der Zeit, neue Wavetablerecordings zu veröffentlichen. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat so manch interessante Karte und so manch interessantes Modul Einzug bei mir erhalten, dass ich nicht anders kann, als Zeit für Revordings aufzuwenden. Demnächst erscheinen Recordings folgender Karten/Module (Fertige Recordings sind bereits verlinkt!):

Ich habe mir auch die Mühe gemacht, die Playlist für die Wavetablerecordings grundliegend zu überarbeiten. Statt vormals 11 warten nun 21 Stücke in der Aufnahmeliste, darunter Aufzeichnungen von Warcraft 2, Heretic, Doom und Doom2, Death Gate und Star Wars Spielen. Zunächst werde ich alle Karten / Module der obigen Liste aufzeichnen, danach folgen die bereits früher aufgezeichneten Module.
Das bedeutet für diese Website ein massiver Ausbau der Recordingsektion, was auch längst überfällige Arbeiten an der Infrastruktur mit sich bringen wird. Den Flash-basierten MP3 Player werde ich, sobald Zeit dafür vorhanden ist, durch einen HTML5 basierten Player ersetzen, was für das Frontend mit deutlich mehr Komfort, Downloadmöglichkeit und Unabhängigkeit vom proprietären Adobe-Flash Format bedeutet und mir im Backend ermöglicht, die Soundkartenrecordings wesentlich einfacher hochzuladen, zu verwalten und ggf. zu aktualisieren.

Viele Grüße
Fabian

Turtle Beach Malibu Surround 64 (Kurzweil Synth, 4MB Soundfont) Soundkarte

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Die Malibu Surround 64 ist die letzte ISA Soundkarte des rennomierten US-Herstellers Turtle Beach. Ganz im Zeichen der Zeit steht der hohe Grad der Integration der einzelnen Komponenten. Neben dem Crystal 4237B Sound- und Codec-IC, der die Karte zu den Standards AdLib (OPL2), OPL3, SoundBlaster Pro und Windows Sound System kompatibel macht und über einen integrierten SRS-Raumklangencoder verfügt, befindet sich auf der Karte nur noch ein EEPROM zum speichern der Ressourcenkonfiguration und ein Rockwell Chip, der den 32-stimmigen Kurzweil Wavetablesynthesizer enthält. Der 4MB große Soundfont liegt komprimiert in einem 2MB großen ROM vor. Obwohl auf der Platine vorgesehen, fehlt der passende Rockwell Effektprozessor nebst 256KBit Pufferspeicher. Die Karte bieten neben einem Ausgang (line) und Mikrofon- sowie Line-Eingang auch einen S/PDIF Ausgang.

Während der Wavetablesynth bei alten Intitialisierungsprogrammen von Crystal unter reinem DOS nicht zur Verfügung steht, kann dieser mit der Version 2.01 T3 auch unter DOS angesprochen werden, auch wenn andere Quellen gegenteiliges berichten. Dadurch ist die Karte auch problemlos in reinen DOS-Rechnern  als Quelle für General Midi Musik nutzbar.
In Windows lässt sich dann zusätzlich auch der „WaveStream“ genannte Softsynth installieren, der der Karte die namengebenden weiteren 32 Stimmen verleiht und außerdem einen Effektprozessor enthält, der einen globalen Reverb bereitstellt. Leider war es mir bislang nicht möglich, den Reverb zu justieren, daher klingen die Wavetablerecordings allesamt sehr hallend.

Die Qualität der Samples scheint sehr gut zu sein, jedoch teilweise mit einer vollkommen anderen Klangcharakteristik als von Roland oder Yamaha gewohnt. Hier erwartet einen also der typische und deshalb so berühmte Kurzweilsound im Kleinformat: Die sehr guten Bläser, Streicher und Trommeln sorgen für brachiale Orchestersounds, die im Vergleich mit Branchenprimus Roland deutlich echter und stimmiger harmonieren und einen sehr atmosphärischen, nahezu cinematischen Sound erzeugen (Anspieltip: Track 18, Track 21). Herausragend ist auch die Flöte in Kyrandia (Track 5), ein Instrument, dass in anderen Soundfonts gerne etwas stiefmütterlich behandelt wurde. So stimmungsvoll wie mit der Malibu habe ich diesen Track auf keinem anderen Wavetable gehört. Spielt man mit der Karte Doom, wird man sich zunächst wundern und einige Zeit brauchen um zu merken, dass es doch die gleichen Instrumente sind: Der Kurzweil-Sound schiebt den Rocktrack gehörig in Richtung Industrial – sicher nicht jedermanns Sache aber sicher auch einzigartig in der Landschaft der Wavetablesounds. Hört euch „Dead Simple“ an (Track 16), so stimmungsvoll und düster habt ihr die Sounduntermalung von Level 7 noch nie gehört.

Wie von Turtle Beach gewohnt ist auch bei der Malibu Surround 64 die Soundausgabe sehr rauscharm.

Für die folgenden Wavetablerecordings wurde der SRS-Raumklang deaktiviert.
Viel Spaß beim Hören!

FIC PA-2007 (VIA Apollo VP2 / AMD 640) Socket 7 Motherboard

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Das PA-2007 ist eines der Boards, die von der Fachpresse mit dem Tribut „bestes Motherboard der Welt“ versehen wurden. In der Tat bietet die VIA VP2 basierte Platinen eine ganze Menge fürs Geld: UMDA, Simm- und Dimm Speicherslots, 1MB (!) Cache mit einer cacheable Area von satten 512MB RAM und maximal 75MHz Bustakt. Bei sehr hoher Stabilität ist die Performance des Boards einfach exzellent. Auch an den linear Burst Modus für Cyrix CPU’s wurde gedacht, so dass das Board auch mit Nicht-Intel CPU’s brillieren konnte. Der Chipsatz erschien AMD als so gut, dass man ihn als „AMD 640“ für die hauseigene Vermarktung lizensierte. Es gibt auch BIOS-Updates für das Board, die dann auch den AMD K6-2 Prozessor unterstützen (bis 450MHz 75*6 , die Spannungswandler würden sich bestimmt freuen, wenn man bei 350-400MHz den Deckel macht).
Leider existiert keine ATX-Variante, so dass man auf AT-Gehäuse mit AT- oder ATX-Netzteil mit Adapter zurückgreifen muss. Für DOS und Windows 9x Retrocomputer für den Stand der Technik von 1997 ein tolles Motherboard.

FIC PA-2005 (VIA Apollo VPX) Socket 7 Motherboard

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Das FIC PA-2005 ist ein solides PCI Board auf Basis von VIAs Apollo VPX Chipsets. In der hier vorliegenden OEM Ausführung bietet es mit 256KB Cache exakt das, was damals üblich war, nicht mehr, nicht weniger. Durch den Support des Linear Burst Features wurde dieses Board gerne mit den gegenüber den Intel Prozessoren kostengünstigeren Cyrix zusammen verkauft bzw. in Komplettrechnern verbaut. Beliebt war dieses Bord vor allem mit P150+ und P166+ Prozessoren (120- respektive 133MHz Reaktakt), später auch mit 75MHz Bustakt Variationen wie dem P200+. Typisch für FIC sind die schwarzen Simm-Sockel, damals ein Alleinstellungsmerkmal.

Gigabyte GA-586TX3 (Intel TX) Socket 7 Motherboard

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Neben ASUS hatte auch Dauerkonkurrent und Markenhersteller Gigabyte ein heißes Intel TX Eisen im Feuer. Im Gegensatz zu ASUS, die das Board durchaus für performanceorientierte Anwender positionierte, entschied sich Gigabyte einmal öfter für den etwas konservativeren Weg. So bot man einerseits die komfortable Möglichkeit PS/2 Simm oder SDRAM Dimm Speichermodule zu verwenden (wodurch man aufgrund des erhöhten Platzbedarfs auf einen ISA-Slot verzichten musste) und andererseits eine einfache Konfiguration per AUTO Voltage und DIP Mäuseklaviatur.  Die Performance des Boards ist sehr gut, mehr als die von Intel spezifizierten 66MHz Bustakt lassen sich jedoch nicht einstellen (ASUS bietet hier 75- und sogar 83MHz Bustakt). Abseits dieser Unterschiede stellt das Gigabyte Motherboard eine stabile und solide Plattform zur Verfügung. Das Board ist als Dauerläufer bekannt und dadurch zurecht geliebt.