Cyrix MII-300GP (IBM 6x86MX PR300) – Die drei Varianten

Cyrix Prozessoren waren in der Sockel 7 Ära ein zweischneidiges Schwert. Einerseits waren die CPU’s günstiger als die Pendants von Intel, andererseits kämpften die frühen Versionen mit Hitzeproblemen. Allen 6×86 CPU’s gemeinsam ist die, im Vergleich zum Intel, starke Integer- und schwache FPU Leistung. Heute ist das anders:  Im Retro-Rechner weckt die CPU nostalgische Gefühle. Hier die drei verschiedenen Bauarten auf einen Blick:

Links das ursprüngliche Design, das klassische „GoldCap“, die hochwertigste (und auch schwerste) Variante. In der Mitte zu sehen ist die letzte und wohl seltenste Variante, mit Aluminium-Heatspreader, rechts die später gewöhnlichste Variante aus eloxiertem Aluminium. Diese wurde so auch von IBM gefertigt. Allerdings hat IBM die CPU’s nicht als MII gelabelt, sondern ausschließlich als 6x86MX. Man sah sich als zu seriös an, als das man die Cyrix Marketing-Wortschöpfung, die die CPU in die Nähe des Pentium II rückt, übernehmen wollte.

Schaut man sich heutzutage bei ebay um, stellt man fest, dass die Preise für die Goldkappen immer weiter steigen. Dem Privatanwender sollte jedoch klar sein, dass kein materieller Gegenwert existiert, für den es sich lohnt, deutlich mehr Geld auszugeben als für die anderen Varianten. Es ist zwar richtig, dass sich mit verschiedenen chemischen Verfahren Edelmetalle zurückgewinnen lassen, allerdings lohnt sich der Aufwand erst, wenn man die CPU’s in „zig-Kilo“ Einheiten bearbeitet.

Beim der Goldcap-CPU links sieht man, dass das Package des eigentlichen CPU Kerns nach unten aus der Keramik herausragt. Dieses Design erforderte einen längeren Weg der Hitzeabführung nach oben, was man durch die Wahl von hochwertigeren Wärmeleitern zu kompensieren versuchte.

Vielen Dank an Stefan für die großzügige Spende der drei CPU’s !

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