Cyrix MII-333GP (75MHz Bus x 3,5X), 2.9V für Socket 7

Bezeichnung der CPU: Cyrix 6×86MX PR233
Taktfrequenz: 262MHz
Sockel: Socket 7
Spannung: dual / split Voltage 2.9Volt
Multi / Bustakt: 3,5x 75MHz
Hergestellt: ab Juni 1998
Material außen: oberseitiges Goldcap, vergoldete Pins, Keramik Package

Bemerkungen: Cyrix MII-Prozessoren arbeiteten oft mit unüblichen Bustakten, was sie mit einigen Motherboards auf den ersten Blick inkompatibel machte. Dieses Modell beispielsweise verlangt nach 75MHz Bustakt, viele Boards hatten dafür jedoch keine Einstellung und konnten maximal 66MHz anlegen, was die Leistung natürlich minderte. Sollten die 75MHz als Option vorhanden sein, übertaktete man gleichzeitig den PCI-Bus und ggf. auch den Arbeitsspeicher, was dann natürlich eine größere Speicherbandbreite nach sich zog. Sollten Probleme auftreten empfiehlt es sich, den Bustakt bei 66MHz zu belassen und gleichzeitig den Multi von 3,5 auf 4 (wenn überhaupt möglich) anzuheben. Das ergibt 266MHz (statt der sonst krummen 262MHz) und in etwa die gleiche Systemleistung (weil die Speicherbandbreite bei 66MHz geringer ist als bei 75MHz). Allgemeine Informationen: Beim MII handelt es sich um eine im Herstellungsprozess von 0,25µm gefertigte CPU, die mit der von Intel entwickelten MMX-Technologie ausgestattet ist. Sie unterscheidet sich technologisch nicht vom 6x86MX, der neue Name soll dem Kunden eine Performance ähnlich des Pentium II suggerieren, die die CPU aufgrund ihrer gewagten Vermarktungsstrategie nicht erreichte (der MII-333 mit 262MHz Realtakt hatte keine Chance gegen einen 333MHz getakteten PII). Darüber hinaus wurde im Zuge weiterer Architekturverbesserungen der L1 Cache von 16KB auf nunmehr satte 64KB vergrößert. Die Integerleistung ist wie schon beim Vorgängermodell  sehr gut, die Fließkommaleistung wurde zwar auch verbessert, bleibt jedoch noch immer deutlich unter Intel-Niveau, daher ist die CPU für die damals aufkommenden 3D-Spiele, die nach stärkerer FPU-Leistung verlangten, nicht sonderlich gut geeignet. Für nicht-fließkommaintensive Spiele war die CPU jedoch eine sehr preiswerte Alternative zum Intel. Da Cyrix keine eigenen Fertigungsstätten besaß, ließ man bei IBM und STMicroelectronics fertigen, wobei die Produkte von IBM sowohl mit IBM- als auch mit Cyrixlabel auf den Markt kamen.

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