ASUS P5A (Acer ALi Aladdin V) Super Socket 7 Motherboard

Das ASUS P5A ist ein ausgewachsenes Super Socket 7 Board auf Basis des beliebten ALi Aladdin V Chipsatzes von Acer. Es unterstützt K6-III Prozessoren und bis einschließlich der Revision 1.04 auch K6plus CPU’s, also den K6-2+ und K6-III+ (ab Rev. 1.05 gibt es mit K6Plus Prozessoren massive Slowdowns). Mit 512KB onboard Cache bietet das Board weniger als viele VIA MVP3 basierte Platinen, jedoch kann der ALi Chipsatz mit 512KB satte 128MB Speicher abdecken, wofür der MVP3 schon 1MB Cache braucht. Bei Verwendung von K6plus Prozessoren wird der onboard Cache zum L3 Cache degradiert und somit zwar nicht vollkommen nutzlos, aber nicht mehr performanceentscheidend.

Das gute Platinenlayout erlaubt problemlos den Einsatz eines Voodoo2-SLI Gespanns, die relevanten Jumpersettings sind allesamt aufgedruckt, so dass ich mein Handbuch weiterhin eingeschweißt lassen kann. Der Frontsidebus lässt sich bis 120MHz anheben, damit erhöhen sich leider auch die AGP- und PCI-Bustakte auf 80- respektive 42MHz, was für viele Steckkarten keinen stabilen Betrieb mehr ernöglicht. Spannungen stehen stufenlos in 0.1Volt Schritten ab 2.0 Volt zur Verfügung. Speicher nimmt das Board über 3 Dimm Sockel auf, das Board ist allerdings recht wählerisch, gerade was die hochkapazitiven Module ab 256MB anbelangt, mit denen bestückt sich das Board auf bis zu 768MB ausstatten lässt.

Das BIOS lässt viele Feineinstellungen zu,dazu kommt ein Hardwaremonitor, der sämtliche Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge behält. K6Plus CPUs können auch ohne BIOS-Patch betrieben werden, benötigen dann aber Tools wie k6dos.sys, um die Geschwindigkeit der CPU auszureizen.

Im Retrogaming-Kreisen zählt das ASUS P5A zu den besten Super Socket 7 Boards überhaupt, größter Konkurrent ist das EPOX MVP3G-5 mit VIA MVP3 Chipsatz. Mir persönlich gefallen beide Boards, die Features sind nahezu identisch.  Es gibt vom P5A auch eine AT-Variante, das leicht veränderte P5A-B .

9 Gedanken zu „ASUS P5A (Acer ALi Aladdin V) Super Socket 7 Motherboard

  • 30. Dezember 2018 um 19:15
    Permalink

    Hallo,

    weiss jemand wo ich noch ein Super Sockel 7 Mainboard herbekomme? Bei der Ebucht fand ich nichts günstiges. Ich hätte Interesse z.B. an einem Asus P5A, denn ich möchte einen AMD K6-2 450Mhz einbauen.

    Danke.

    Lieben Gruß
    AMDfan

    Antwort
  • 30. November 2012 um 12:42
    Permalink

    Dann ändert doch bitte mal den Text oben! Ich hatte 1.06 und bei mir waren auch rund 700Mhz mit dem K6-3+ drin!

    Antwort
    • 30. November 2012 um 19:14
      Permalink

      Was genau sollte denn in der Beschreibung geändert werden?
      Rev. 1.06 ist mit K6plus-CPUs endlos langsam, egal, wie die CPU getaktet ist. Bei den ASUS Boards sind Rev. 1.02, 1.03 und 1.04 die Revisionen der Wahl, wenn man K6Plus-CPUs einsetzen möchte. Ab 1.05 schlägt der ominöse Slowdown-Bug zu. Das betrifft allerdings die K6-2 Prozessoren NICHT. Die Foren sind voll von Problemberichten. Das andere Thema war ja die generelle Anfälligkeit der Boards bei Taktfrequenzen über 400Mhz; diese scheint bei weitem nicht alle Boards zu betreffen.
      Solltest du Belege anführen können, in welchen Situationen du Erfolg mit Rev. 1.06 und einer K6Plus CPU hattest, nur zu, dann wird auch der Text geändert.

      Viele Grüße
      Fabian

      Antwort
  • 3. November 2012 um 22:42
    Permalink

    EW: Kann ich nicht bestätigen.
    Ich selber habe 2 Boards (beide Rev. 1.04) in meiner Retro-Sammlung. Eins mit org. Bios lt. Kauf (Museums-Rechner) eins akt. wie weiter oben schon FGB (1011 beta 5)anspricht. Auf keinem dieser Boards habe ich Probleme mit 500er AMD K6-2. Im Gegenteil, beide lassen sich bequem auf 550MHz übertakten!

    Antwort
  • 25. Oktober 2012 um 16:34
    Permalink

    So weit mir bekannt ist, konnten auf dem P5A bis einschließlich der Rev 1.05 (bzw. 1.04 beim P5A-B) nur Prozessoren bis max. 450MHz betrieben werden. Das bedeutet doch dann auch, dass die K6-2+/3+ auf diesen Revisionen dann zwar nicht auf ~P1-200-Niveau einbrechen, aber auch nur bis zu diesem Maximal-Takt von 450 Mhz einsetzbar sind und somit nicht, wie häufig üblich mit 500-600MHz betrieben werden können. Korrekt?

    Antwort
    • 26. Oktober 2012 um 00:43
      Permalink

      Hallo,
      das beschriebene Phänomen kenne ich nicht. Ich habe keinerlei Probleme mit meinem K6plus bei 550MHz @ 2.1 Volt. Allerdings gibt es tatsächlich Foreneinträge, die bestätigen was du sagst. ASUS hat auf seiner Website für alle Revisionen den K62-475MHz gelistet, die schnelleren alle erst ab Rev. 1.06. Von K6Plus CPU’s ist erwartungsgemäß überhaupt keine Rede:
      http://support.asus.com/cpusupport/list.aspx?SLanguage=en&p=1&s=5&m=P5A&os=&hashedid=n/a

      Es gibt aber auch Einträge, die wie ich problemlos 550MHz erreichen, scheint also vielleicht eine Art Glückspiel zu sein?
      http://www.hardwarecentral.com/archive/index.php/t-115693.html?s=188ec2d4eafcbe74e6c2b56b99b10ba2

      Jedenfalls sollten die Spannungswandler keine Ursache des Problems darstellen, denn ein „normaler“ K6-III verbraucht natürlich mehr als ein K6plus @500+x.

      Antwort
      • 26. Oktober 2012 um 12:39
        Permalink

        Interessant, dass sich bei dir keine Schwierigkeiten bei diesen Takten ergeben. Ich hatte selbst vor ~8 Jahren damit gekämpft einen K6-2+500 auf einem P5A-B Rev1.04 zum laufen zu bekommen. Dies funktionierte allerdings nur bei Takten 450MHz auf dem Board problemlos betrieben?

        Antwort
        • 26. Oktober 2012 um 12:47
          Permalink

          Ich hab keine Ahnung, woran das liegen könnte. Ich kann nur sagen, dass ich gleich, nachdem das Board in meinen Besitz überging, das neueste Bios 1011 Beta 5 aufgespielt hatte. Vielleicht geht es mit älteren Versionen nicht? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

          Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.