Chicony CH-491F Rev. 1.2 (UMC 491F) 486 VLB Motherboard

Das Chicony CH-491F ist ein unkompliziertes und schickes Markenboard auf Basis des bewährten UMC 491F Chipsets. In dieser modernen Variante setzt das Board von 1994 schon ausschließlich auf PS/2 Speichermodule und erlaubt so aus heutiger Sicht einen einfachen Speicherausbau. Auch der Cacheausbau ist mit 256KB und 15ns auf der Höhe der Zeit. Ansonsten bietet das Board ganze 8 16-Bit ISA Steckplätze, 3 davon mit 32-Bit Vesa Local Bus Erweiterung.  Nachdem das Board meine Sammlung erreicht hat, habe ich den leeren Tonnenakku entfernt und an den Anschluß für die externe Batterie ein Batterypack angeschlossen. Das Sockel 3 Board nimmt alle gängigen 486 Prozessoren mit 5 Volt auf, die Ausrüstung mit einem Spannungswandler ist vorbereitet. Im Betrieb ist das Board sehr stabil und unauffällig, mit VLB Karten ausgestattet ist die Geschwindigkeit perfekt für die alten DOS-Klassiker. Für ein Retrorechner auf Bassis dieses Boards empfehle ich einen DX2-66MHz Prozessor (vielleicht auf 80MHz übertaktet) und 16MB Speicher.

5 Gedanken zu „Chicony CH-491F Rev. 1.2 (UMC 491F) 486 VLB Motherboard

  • 5. Juni 2014 um 23:27
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    So, 1 Jahr ist vergangen, der Rechner läuft, CH-491F mit Intel DX4/100 auf VRM-Sockel, 8MB RAM und Cirrus Logic VLB-Grafikkarte 🙂

    Der VLB-IDE-Controller hat zwar 2 Kanäle, aber leider kein eigenes Bios, also ist nur 1 Kanal nutzbar, und das auch nur bis max. 500MB HDD…

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    • 12. Juni 2014 um 13:45
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      Dann muss wohl vielleicht ein neuer Controller her. Oder du rüstest auf SCSI um. Aber schön, dass der Rechner so gut läuft. Die alten Teile waren noch von anderer Wertigkeit als heutige Hardware.

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  • 6. Mai 2013 um 22:50
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    Hallo,

    Gibt es hier Erfahrungswerte beim BEtrieb mit 3.3V-CPU? Habe das Board (aus meinem ersten Rechner! Kaufdatum 14.10.1994…) noch herumliegen. Original war ein Cyrix 486DX40 verbaut, welchen ich leider nichtmehr habe; allerdings hätte ich noch 2 486 DX4/100 (je Intel und AMD) herumliegen.

    Die beiden CPU’s haben ja 3.3V Core (P24C bzw. P24CT), das Board sollte auch laut Handbuch (habe ich noch, kann bei Interesse Scans anbieten!) 3.3V direkt bieten (Jumper P1…P3). Ich kann mich allerdings düster erinnern, das ich bereits so gegen 1996 ein Upgrade auf einen DX4/100 vor hatte, welches angeblich lt. Computerhändler nicht funktioniert hat, da er die CPU nicht mit 3.3V Core zum laufen bekommen hätte…

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    • 7. Mai 2013 um 10:08
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      Das Board hat keinen Spannungswandler für den Betrieb von 3.x Volt CPU’s verbaut. Schau mal bei deinem Board nach, ob zwischen dem CPU Sockel und dem Cachefeld ein Spannungsregler sitzt oder ob bei dir auch nur die silberne Fläche vorbereitet ist, wie bei mir. Ohne Spannungsregler sind die oben genannten Jumpersettings nutzlos, eine 3.3 Volt CPU würde dann mit der Mehrspannung schnell das zeitliche segnen.

      Viele Grüße
      Fabian

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      • 7. Mai 2013 um 16:42
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        Ja, jetzt macht’s plötzlich wieder Sinn…schade. Naja, entweder Ausschau nach einem VRM-Zwischensockel halten, oder Ausschau nach einem ODPR100 halten, der 5V verträgt oder das Board mal genau unter die Lupe nehmen, und ggf. erschließt sich, welches Spannungsregler der Hersteller einbauen wollte (die Auswahl ist ja nicht all zu groß)

        Nachdem das Board ja auf 100MHz jumperbar ist, sollte ein DX4/100 – insofern die Spannungsversorgung gelöst ist – hoffentlich drin laufen. Kann gerne benachrichtigen, wie das Experiment ausgegangen ist! 😉

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