Genoa Systems Multimedia VGA Model 7900 (Tseng Labs ET4000), 1MB, ISA

Diese Grafikkarte ist die Karte der Wahl, wenn es darum geht, ein durchsatzstarkes ISA-System aufzubauen. Ob 386, 486DLC oder 486er: Keine Karte nutzt die Bandbreite des ISA-Busses besser aus als eine mit ET4000 Chip von Tseng Labs. Die ET4000-Karten kommen auch sehr gut mit der Erhöhung des ISA-Takts zurecht, selbst bei 12MHz (8MHz sind Standard) laufen die meisten noch einwandrei. Die hier gezeigte Karte läuft sogar noch bei 16MHz Bustakt fehlerlos, was eine Verdoppelung der Bandbreite bedeutet und sogar für manche SVGA-Spiele reicht (die tatsächliche Fähigkeit, bei höheren Taktraten zu laufen ist jedoch von Exemplar zu Exemplar unterschiedlich). Doch ET4000-Karte ist nicht gleich ET4000-Karte. Es gibt vor allem gravierende Unterschiede beim verbauten RAMDAC.

Damals üblich waren 256 Farben, was zumindest für 99% der DOS-Anwendungen dieser Zeit vollkommen ausreichte,  auch Spiele wie Doom oder Xwing nutzten nur die 8-Bit Standardpalette mit 256 Farben, viele DACs sind entsprechend darauf limitiert. Die besseren Karten bieten HighColor DACs, aber nur die damals hochwertigsten Modellvarianten brachten einen TrueColor DAC mit, der es ermöglichte, die uns heute selbstverständliche Farbtiefe darzustellen. Die Genoa 7900 ist so eine Karte – der 80MHz schnelle AT&T RAMDAC bietet über 16 Millionen Farben. Als Bildspeicher kommen 1MB DRAM zum Einsatz, was Anfang 1992 im Consumerbereich Oberklasse war.

Wer eine sehr gute ET4000 Karte für den ISA-Bus sucht, der sollte nach dieser Karte oder einer vergleichbaren mit TrueColor DAC Ausschau halten, dann macht auch Windows Spaß. Etwas besseres gibt es für den DOS-Spieler mit ISA-Bus nicht.

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