OAK Technology OTIVGA (OTI 037C), 256KB, ISA

oak_technology_oti037C_8bit_vga_grafikkarte

Die Grafikkarte von Ende 1990 ist eine langsame Standardgrafikkarte mit VGA-Anschluß. Sehr authentisch für AT-Rechner und 286er. Die Kompatibilität zu zeitgenössischen Spielen ist exzellent.

6 Gedanken zu „OAK Technology OTIVGA (OTI 037C), 256KB, ISA

  • 1. November 2020 um 18:59
    Permalink

    Ergänzung (da es wohl kein Edit hier gibt…):

    Höhere HV natürlich nur bei Ansteuerung mit höherer Frequenz als vorgesehen, Standard-VGA hat 31.5 KHz, CGA hatte nur ca. die Hälfte davon, PAL-TV ebenso (15.625KHz), Hercules und MDA -soweit ich mich recht entsinne so um die 18KHz, EGA-640×350 knapp 22KHz).

    Diese höhere Frequenz führt dann zu höherer Leistung im Trafo und Kaskade und -trotz konstantem Wicklungsverhältnissen zu höherer HV. Die höhere Leistung verursacht auch höhere Verluste in den Schalttransistoren und -Dioden, manchmal sogar zu einer überproportionalen Zunahme dieser Verluste, sprich: nach kurzer Zeit qualmt es, davor pfeift es meist ziemlich aufdringlich (zumindest für junge oder „tierische“ Ohren, die noch über 10KHz hinaus was hören…)

    Antwort
  • 1. November 2020 um 18:32
    Permalink

    Die Frage, ob am EGA-Ausgang auch bei VGA-Auflösung Signale anliegen, lässt sich durch Messen beantworten. Einfach mit beliebigem Oszi (selbst die einfachsten „analogen“ Oszis können die ca. 5 MHz Video, resp. sogar nur 14-35 KHz (Zeilenfrequenz), welche zu erwarten wären, von den nur 30-60 Hz Bildwiederholfrequenz ganz zu schweigen…

    Allerdings wäre es -aus damaliger Sicht- fast schon fahrlässig gewesen, wenn höhere HSync und VSyncs anliegen würden, wie für CGA, Hercules oder eben EGA vorgesehen waren, denn die damaligen Bildschirme waren nur sehr selten sog. „Multi-Sync“ Typen, sondern meist fest auf eine Frequenz eingestellt.

    Manche, ich erinnere mich da insb. an MGA/CGA(Grün/Bernstein/SW=“Paperwhite“)-Bildschirme, gaben diese Sync-Signale ohne Filter oder begrenzende PLL auf die HV-Stufe, was zu deutlich höherer HV und nebenbei auch Röntgen-Strahlung (!) führte, allerdings meist nur für ein paar Sekunden, dann brannte die Endstufe oder gar der Zeilentrafo oder genauer die darin integrierte Kaskade durch…

    Könnte also für einen EGA-Monitor böse enden und die Teile sind ja inzwischen wieder sehr gesucht 😉

    Wenn die Frage aber sinngemäß lautet: wie kann ich einer VGA-Karte DIGITALE Signale entlocken, dann lautet die Antwort:

    Wenn die Karte zum Anschluss an wahlweise einen LCD-Bildschirm oder mit einem sog. „VESA-Feature-Connector“ ausgestattet war oder wenigstens einen als eigenständig ausgeführten D/A-Wandler (bei der OAK Karte hier oben rechts), der oft als „Palette-Controller“ oder RAMDAC bezeichnet wird verfügt, dann gäbe es schon Möglichkeiten, hier mit wenig Aufwand an ein RGB(i)-Signal ranzukommen…

    Allerdings geht das nicht mal so „nebenbei“, sondern etwas Elektronik-Kenntnisse werden wohl benötigt.

    Sollte das noch aktuell sein, dann bitte einfach posten, für welchen Monitor (oder TV) der Anschluss geplant ist, dann lässt sich die Machbarkeit abschätzen.

    Leider waren die Anschlüsse der LCD/Plasma-Panel weder früher noch gar heute genormt, d.h. wäre dort der Aufwand eher höher (FPGA oder CPLD), von der Seltenheit solcher Karten für den ISA-Bus ganz abgesehen, kamen ja meist in Notebooks zum Einsatz und waren dort auf dem Mainboard integriert.

    Der Feature-Connector diente Mitte der 90er Jahre für Anwendungen wie Video-Overlay und und „PiP“, als Bild im Bild Funktionäten der aufkommenden MultiMedia-Ära, wobei damals noch viel analog lief in Ermangelung an Rechenleistung, Speicher und passender Kompressionsformate…

    Soweit ich mich erinnere, hatte dieser Connector aber auch digitale Farbkanäle mit dabei, die man zumindest für einen 8-Farb modus nehmen könnte. Allerdings verfügten schon CGA und dann auch EGA über Farbpaletten-Anpassungen, es könnte also durchaus sein, dass man ein schnelles (E)PROM passend programmieren und zwischenschalten müsste, um einigermaßen stimmige Farben am Ausgang zu haben…

    Antwort
  • 14. September 2020 um 16:11
    Permalink

    Hallo,

    die Karte gibt es auch mit zwei Ausgängen, also VGA *und* EGA.
    Für mich wäre interessant, ob man die VGA-Auflösung auch bei geeignetem Monitor über die EGA-Schnittstelle ausgeben kann … weiss das jemand ?

    Gruß Peter

    Antwort
    • 15. September 2020 um 22:47
      Permalink

      Hallo Peter,

      das Datenblatt des OTI-037 beantwortet die Frage nicht exakt. Aber bleiben wir bei Standards. Der 037 ist ein VGA-Controller, welcher (anders als bei EGA) für VGA einen RAMDAC verwendet. Das liegt selbstverständlich an der geänderten Ansteuerung des Monitors. Insofern wurden derartige Karten anfangs mit EGA- und VGA-Anschlüssen versehen, um die Verwendung alter Monitore weiter zu garantieren. Nur deshalb gab es die „Doppelbestückung“.
      Bleibt also folgende Frage: Solltest du tatsächlich einen EGA-Monitor besitzen, der von Haus aus VGA (mind. 640×480 bei mind. 60Hz) unterstützt, dann gilt es herauszufinden, ob deine spezielle Karte diese Kombination tatsächlich ebenfalls ermöglicht.
      So kompliziert die Lösung sein könnte stellt sich mir am Ende eine andere Frage: Warum sollte man einen EGA-Monitor einem VGA-Monitor vorziehen?

      Gruß
      Mathias

      Antwort
  • 23. Februar 2013 um 15:27
    Permalink

    benötige für diese karte dos treiber/tools

    vga bios Dv2.15-35

    kann wer helfen?

    danke und lg

    wolf

    Antwort
  • 17. Februar 2013 um 22:30
    Permalink

    Ich habe diese Karte noch in meinen 286 PC nur mit zwei Monitor Ausgängen 1x Vga und einen 1xCGA Ausgang

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.